- In den Bergen wird Fidel von einer militärischen Patrouille überrascht und gefangengenommen. Nach dem Scheitern des Angriffs auf die „Moncada“-Kaserne war er mit einer Gruppe von Kämpfern in die Sierra Maestra eingedrungen, um von dort aus den bewaffneten Kampf fortzusetzen.
Chronologie
- Auf linierten Seiten aus einem Schulheft schreibt er einen Brief an seinen Bruder Ramón, in dem er bekräftigt „(…) ich spüre keinerlei Reue, da ich vollkommen überzeugt bin, dass ich mich für mein Land aufopfere und meine Pflicht erfülle, dies ist ohne Zweifel ein großer Ansporn. Mehr als meine persönlichen Schwierigkeiten macht mich die Erinnerung an meine gute Kameraden traurig, die im Kampf gefallen sind“.
- Er schickt einen Brief an seinen Bruder Ramón, in dem er seine Sorge über den Gemütszustand seiner Eltern und ihr Verständnis der Ereignisse zum Ausdruck bringt: „Sind sie beruhigt? Begreifen sie, dass ich in Haft bin, weil ich meine Pflicht erfüllt habe? Mir ist unbekannt, welches mein endgültiges Schicksal sein wird, wenn der Gerichtsprozess abgeschlossen sein wird, aber ich meine, dass wir uns auf alle Fälle später sehen werden können …“
Die erste Gerichtsitzung gegen die Angreifer der Moncada-Kaserne findet inmitten von circa hundert Maschinengewehren und Bajonetts statt. Fidel übernimmt seine eigene Verteidigung und wird einem zweistündigen Verhör unterzogen. Lina Ruz ist zur Anhörung anwesend und ihr gelingt es, ihre Söhne zu umarmen.
Zweite Gerichtssitzung gegen die Moncada-Kämpfer, wo die von der Diktatur begangenen Morde angeprangert werden.
Seine Mutter Lina Ruz wird 50 Jahre alt. Er schreibt einen Brief an seine Eltern, in dem er sagt: „Ich möchte vor allem, dass ihr nicht glaubt, dass das Gefängnis ein hässlicher Ort für uns ist, das ist es nie, wenn man deshalb in ihm ist, weil man eine gerechte Sache verteidigt und die legitimen Gefühle der Nation darstellt.“
- Er setzt einen Brief voller Sensibilität und Zärtlichkeit an seine Schwester Agustina auf. In ihm schreibt er: „Agustina, sei niemals darüber traurig, dass deine Brüder im Gefängnis sind. Denk an die Geschichte unseres Vaterlands, die du gelernt hast, und so wirst du den Sinn unseres Opfers verstehen“.
- Auf Befehl von Oberst Chaviano erscheinen zwei Ärzte in der Zelle von Fidel, um zu bescheinigen, dass er angeblich krank sei und am nächsten Tag nicht zur dritten Gerichtssitzung gegen die Angreifer der Moncada-Kaserne erscheinen könne. Die Diktatur war der Meinung, dass Fidel ihr mit seinen Anschuldigungen während der Gerichtssitzungen riesigen Schaden zufügte.
- In der gleichen Nacht setzt er ein Anzeige-Schreiben an das Schnellgericht in Strafsachen auf.
Melba Hernández legt dem Schnellgericht in Strafsachen das Schreiben von Fidel vor, in dem er den Versuch anzeigt, seine Anwesenheit zur Gerichtsverhandlung zu verhindern und die Aufhebung der vollkommenen Isolation fordert, der er 57 Tage lang unterzogen worden ist. Als Repressalie für ihre Haltung wird Fr. Dr. Melba Hernández isoliert, als sie an jenem Tag in das Gefängnis zurückkommt und Fidel wird an den abgelegensten Winkel des Gefängnisses verbannt.
Gerichtsmediziner bescheinigen, dass Fidels Gesundheitszustand gut ist, seine Teilnahme an den Gerichtsverhandlungen des Schnellgerichts in Strafsachen wird jedoch nicht genehmigt.
„Die Geschichte wird mich freisprechen“ wird im Geheimen verteilt.
Er schickt einen Brief von Isla de Pinos, in seinem Namen und in dem der anderen in Haft befindlichen Kameraden, gerichtet an alle Mitglieder der Bewegung Movimiento 26 de julio, wo er die Trägheit des revolutionären Handelns kritisiert, bedauert, dass seine Selbstverteidigungsrede der Bevöklerung nicht zugekommen ist und seine Sorge bezüglich der Kameraden im Exil zum Ausdruck bringt.
- Er schreibt einen Brief, in dem er über sein einsames Leben erzählt und eine Analyse der Biertischpolitik der Parteien jener Zeit vornimmt. Er skizziert auch seine Ideen, wie die revolutionären oder Partei-Veranstaltungen sein sollten: „Wenn ich eines Tages etwas tun könnte, dann wäre das Erste, die Partei-Meetings in ein echtes Mittel der Propaganda, des Indoktrinierens, der Disziplinierung, der Agitation und in Generator der Energie der Volksmassen zu verwandeln; und vollkommen die Clownerie, Prahlerei und Protzerei der Beredsamkeit zu verbannen, was bis jetzt das Einzige ist, was überall zu sehen ist.“