Artikel und Reflexionen
Es schien mir wichtig, dass unserer Bevölkerung diese präzisen, in diesem Dokument des chinesischen Staatsrats enthaltenen Angaben bekannt würden. Wenn Kuba es sagen würde, dann würde es kaum Bedeutung haben; wir prangern seit über 50 Jahren diese Scheinheiligen an. Martí hat vor 116 Jahren, im Jahr 1895, wie folgt gesagt: „…der Weg, der versperrt werden muss, und den wir jetzt mit unserem Blut versperren, den Weg der Annexion der Völker Unseres Amerika durch den in Aufruhr versetzten und brutalen Norden, der uns verachtet…“
Ich sage einfach nur das, was ich meiner Meinung nach für eine Grundpflicht der kubanischen Revolutionäre halte. Je kleiner ein Land ist, desto schwieriger die Umstände und in desto höherem Grade ist es gezwungen, Fehler zu vermeiden.
Ich war erstaunt über die Vorbildung dieser neuen Generation, die ein so hohes Bildungsniveau hat; ganz anders als jene, die im Jahr 1961, gerade zu jenen Zeiten alphabetisiert wurde, als die Yankee-Bomber in Söldnerhänden unser Land angriffen. Die Mehrheit der Parteitagsabgeordneten waren damals Kinder bzw. noch nicht geboren.
Ich habe heute das Privileg genossen, die beeindruckende Parade und Demonstration zu verfolgen, mit denen unser Volk des 50. Jahrestages der Verkündung des sozialistischen Charakters der Revolution und des Sieges von Playa Girón (Schweinebucht) gedacht hat.
Ich habe die detaillierten Kommentare und die Musik, Gesten, Gesichter, Intelligenz und das martialische und kämpferische Wesen unserer Bevölkerung sehr genossen; Mabelita im Rollstuhl mit ihrem glücklichen Gesicht und die Kinder und Teenager der Theatergruppe „La Colmenita“ mehrfach vervielfacht.
Bin ich daran interessiert, dass unsere Jugendlichen Zugang zu den Ereignissen jener entscheidenden Jahre haben, dass sie den Kampf kennen, bei dem ihre Vorgänger ihr Leben für die Revolution und für den riesigen kulturellen Reichtum riskiert haben, den unsere Jugendlichen heute haben; jene Jugendlichen, deren Aufgabe es ist, sie weiter zu verteidigen.
Vom inneren Standpunkt aus gesehen legt sein vollkommener Mangel an Realistik seinen glücklichen Verfasser in die Hände seiner schlimmsten Gegner, die ihn erniedrigen möchten und sich wegen seines Wahlsieges vom November 2008 rächen wollen. Ihnen reicht noch nicht jene Bestrafung, der sie ihn Ende 2010 unterzogen haben.
Heute habe ich die Freude genossen, Jimmy Carter, Präsident der Vereinigten Staaten von 1977 bis 1981, zu begrüßen, welcher meinem Dafürhalten nach der einzige der US-Präsidenten gewesen ist, um das Thema der Beziehungen seines Landes zu Kuba mit genügend Gelassenheit und Mut anzugehen.Carter hat getan, was er konnte, um die internationalen Spannungen zu vermindern und die Errichtung der Interessenvertretungen der Vereinigten Staaten und von Kuba zu fördern. Seine Regierung war die einzige, die einige Schritte unternommen hat, um die kriminelle, unserem Volk auferlegte Blockade abzuschwächen.
Wenn Gaddafi die Traditionen seines Volkes ehrt und so zu kämpfen beschließt, wie er es versprochen hat, d.h. bis zum letzten Atemzug an der Seite der Libyer, die den schlimmsten Bombardements zu begegnen haben, die jemals ein Land erlitten hat, dann wird er die NATO und ihre kriminellen Projekte im Morast ihrer Schmach versenken.
Und ich frage mich: Wäre nicht solch ein Adjustment-Act-Gesetz, wie es vor knapp einem halben Jahrhundert zur Bestrafung von Kuba erfunden wurde, aber angewandt auf alle Lateinamerikaner gerechter? Wird die Anzahl derjenigen weiter bis ins Unendliche anwachsen, die bei dem Versuch umkommen, die Grenze zu den Vereinigten Staaten zu überqueren, und die der Zehntausenden die jedes Jahr in jenen Völkern sterben, denen Sie eine „Gleichberechtigte Partnerschaft“ anbieten?
Wie viel Milliarden US-Dollar beträgt schon die von den Vereinigten Staaten an unser Land zu zahlende Entschädigung? Warum behalten sie weiterhin die 5 heroischen kubanischen Antiterroristen im Gefängnis? Warum wendet man das Gesetz Adjustment Act nicht auf alle Lateinamerikaner an, statt zu erlauben, dass Tausende von ihnen an der Grenze zu Mexiko, welche diesem Land nach dem Entreißen von mehr als der Hälfte seines Territoriums aufgezwungenen wurde, sterben oder verletzt werden?
Während in Japan die verunglückten Meiler radioaktive Gase abgeben und Flugzeuge von monströser Gestalt und Atom-U-Boote ferngesteuerte tödliche Geschosse auf Libyen, ein nordafrikanisches Land der Dritten Welt von knapp 6 Millionen Einwohnern, abwerfen, erzählte Barack Obama den Chilenen so eine Geschichte, wie ich sie als 4jähriger hörte: „Meine Stiefelchen drücken mich, meine Strümpfe lassen mich schwitzen; aber den Kuss, den du mir gegeben hast, den führe ich im Herzen mit mir“.
Die Welt leidet gleichzeitig unter den Folgen des Klimawandels. Der Nahrungsmittelmangel und die Nahrungsmittelpreise sowie die Militärausgaben und die Verschwendung natürlicher und menschlicher Ressourcen haben steigende Tendenz. Ein Krieg ist das, was im höchsten Grade fehl am Platz ist zum jetzigen Augenblick. Die Reise von Obama durch Lateinamerika ist in den Hintergrund getreten, kaum jemand spricht darüber. In Brasilien sind die Interessenwidersprüche zwischen den USA und diesem Bruderland offensichtlich geworden.