“Die Völker sind der Meinung, dass allein das Elend, die feudale Ausbeutung, das Analphabetentum, die Hungerlöhne, die Arbeitslosigkeit, die Politik der Unterdrückung der Massen von Arbeitern, Bauern und Studenten, die Diskriminierung von Frauen, Schwarzen, Indios und Mestizen, die Unterdrückung durch die Oligarchien, die Ausplünderung ihres Reichtums durch die Yankee-Monopolunternehmen, die moralische Erstickung ihrer Intellektuellen und Künstler, der Ruin ihrer kleineren Hersteller durch die ausländische Konkurrenz, die wirtschaftliche Unterentwicklung, Orte ohne Straßen, ohne Krankenhäuser, ohne Wohnungen, ohne Schulen, ohne Industrie, die Unterwerfung unter den Imperialismus, der Verzicht auf die nationale Souveränität und der Verrat am Vaterland das Einzige sind, was mit dem Schicksal Lateinamerikas unvereinbar ist”.
Zitate
“Die Völker Amerikas haben sich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts vom spanischen Kolonialismus befreit, aber sie haben sich nicht von der Ausbeutung befreit. Die feudalen Grundbesitzer übernahmen die Autorität der spanischen Herrscher, die Indios blieben in leidvoller Knechtschaft, der lateinamerikanische Mensch blieb auf die eine oder andere Weise ein Sklave, und die minimalen Hoffnungen der Völker erlagen der Macht der Oligarchien und dem Joch des ausländischen Kapitals”.
„Der ungleiche Austausch und die schlechtesten wirtschaftlichen Beziehungen werden von den kapitalistischen Mächten über einem Großteil der Völker der Welt auferlegt. Diese Realitäten drängen unseren revolutionären Völkern die Notwendigkeit und die Pflicht auf, gemeinsam zu kämpfen, um das Ende so unmenschlicher Umstände zu beschleunigen, die das charakterisieren, was Karl Marx als Vorgeschichte der menschlichen Gesellschaft bezeichnet hat”.
„Die mächtigste und an Ressourcen reichste kapitalistische Macht aller Zeiten hat es sich in diesen entscheidenden Jahren geleistet, als ein Parasit von den Ersparnissen der restlichen Welt zu leben, die sich gezwungen sah, ihnen nicht nur die höchsten je bekannten Steuer- und Handelsdefizite zu finanzieren, sondern auch einen in der Geschichte nie vorher dagewesenen Rüstungswettlauf”.
"Schluss mit dem Transfer von Umwelt zerstörenden Lebensstilen und Konsumgewohnheiten in die Dritte Welt. Das menschliche Leben muss rationaler werden. Es muss eine gerechte internationale Wirtschaftsordnung durchgesetzt werden. Alle notwendigen wissenschaftlichen Forschungen sollen für eine nachhaltige Entwicklung ohne Umweltverschmutzung eingesetzt werden. Es soll die Umweltschuld bezahlt werden und nicht die Auslandsschuld".
"(...) alles das, was heute zur Unterentwicklung und zur Armut beiträgt, ein offenkundiges Attentat auf die Ökologie ist. Zig Millionen Männer, Frauen und Kinder sterben infolge dessen jährlich in der Dritten Welt, mehr als in jedem der beiden Weltkriege. Der ungleiche Austausch, der Protektionismus und die Auslandsverschuldung greifen die Ökologie an und fördern die Zerstörung der Umwelt".
„Es muss darauf verwiesen werden, dass die Konsumgesellschaften die Hauptverantwortlichen für die grauenhafte Vernichtung der Umwelt sind. Sie entstanden aus den ehemaligen Kolonialmetropolen und der imperialen Politik, die ihrerseits die Rückständigkeit und die Armut verursachten, welche heute die immense Mehrheit der Menschheit geißeln”.
„Für die super-entwickelten Gesellschaften besteht das Problem nicht in dem Wachstum, sondern in der Verteilung; und nicht nur in der Verteilung zwischen ihnen, sondern in der Verteilung unter allen. Das nachhaltige Wachstum, von dem gesprochen wird, ist unmöglich ohne eine gerechtere Verteilung zwischen allen Länder”.
„Inmitten von soviel Euphorie kann niemand versichern, bis wann das Wirtschaftssystem der Vereinigten Staaten, das von den blinden Gesetzen der Marktwirtschaft regiert wird, verhindern kann, dass der finanzielle Luftballon platzt. Es gibt keine Wirtschaftswunder”.
„Unser Land lebt von Werten. Es hat wegen der Werte durchgehalten und dabei nicht nur wirtschaftliche Schlachten geschlagen, sondern auch den Kampf gegen den Terrorismus und die Attentate ausgefochten.”
"der Tourismus ist heutzutage eine unverzichtbare Notwendigkeit für unsere Wirtschaft, wobei dies kein Tourismus des Glücksspiels und der Kasinos oder ein Tourismus der Bordelle sein darf. Das akzeptieren wir nicht und wir sind nicht bereit, es zu tolerieren, weil das ganze Gold der Welt weniger wert ist als die Würde einer Frau und noch viel weniger als die Würde eines jungen Mädchens. Der Verkauf von Minderjährigen an Ausländer zur Ausübung von sexuellen Praktiken oder mit dem Ziel der Entnahme von lebenswichtigen Organen wird streng bestraft. Die groteske und abstoßende Vergewaltigung von Mädchen oder Jungen unter verschärften Umständen ist nicht hinnehmbar".
“[...] Wir haben kein großes Finanzkapital, aber wir haben sehr wohl ein großes Humankapital.”