“Die Geschichte hat uns gelehrt, dass der Zugang zur Unabhängigkeit für ein Volk, das sich vom Kolonial- oder Neokolonialsystem befreit, gleichzeitig die letzte Handlung eines langen Kampfes und die erste einer neuen und schwierigen Schlacht ist. Denn die Unabhängigkeit, die Souveränität und die Freiheit unserer Völker werden ständig bedroht durch die äußere Kontrolle ihrer natürlichen Ressourcen, durch die finanzielle Aufbürdung seitens offizieller internationaler Einrichtungen und durch die prekäre Situation ihrer Wirtschaften, die ihnen die volle Souveränität verringert.”

“Wir wollen einen Frieden, der gleichermaßen die Großen und die Kleinen, die Mächtigen und die Schwachen begünstigt, der alle Bereiche der Welt umfasst und allen ihren Bürgern zukommt.”

„Derjenige, der die Waffen benötigt ist der Imperialismus, da ihm die Ideen fehlen. Um dieses schmachvolle System aufrecht zu erhalten, um alle jene hier dargelegte Situationen so aufrecht zu erhalten, benötigt er die Waffen, er muss sie mit Gewalt stützen. Aber wenn es Ideen gibt, wenn Ideen vorhanden sind, kann man diese Ideen verteidigen und kann man erreichen, dass die Ideen siegen. Die Ideen haben in dem Maße, in dem sie in der Lage sind, die großen Massen zu gewinnen, nicht einmal die Waffen nötig. Niemand kann der Meinung sein, den Widerspruch zwischen Sozialismus und Kapitalismus mit Gewalt lösen zu können. Man muss verrückt sein, um so etwas zu denken.  Und diejenigen, die so denken, sind die Imperialisten. Deshalb halten sie die Militärstützpunkte in allen Teilen der Welt aufrecht, bedrohen alle Welt und greifen überall ein”.

„Wir wissen, welche Auffassung von Frieden der Sozialismus hat, aber wir wissen auch, was der Imerialismus unter Frieden verstehen kann. Und der Imperialismus entwickelte seine Streitkräften zur Ausübung der Weltherrschaft; er hat Stützpunkte in allen Winkeln der Erde, mächtige See- und Luftflotten, Millionen von Soldaten; das militärische Konzept des Imperialismus wurde dahingehend gestaltet, seine eigene Weltordnung, seinen eigenen Frieden festzusetzen, genauso wie jenen, der zu anderen Zeiten Römischer Frieden genannt wurde. Sein militärisches Konzept wurde gestaltet, um die Beherrschung über die Welt aufrecht zu erhalten. Das ist eine Realität und wir müssen realistisch sein”.

Rede zur Gedenkfeier anlässlich des 32. Jahrestages der Landung von der Jacht Granma und der Gründung der Revolutionären Streitkräfte sowie zur Verkündigung der Verteidigungsbereitschaft von Havanna in der ersten Etappe, Platz der Revolution, 5. Dezember 1988

Discurso pronunciado en conmemoración del XXXII Aniversario del desembarco del "Granma"

“Wer die Realität der Welt kennt, weiß, dass das eine Großtat ist, was unsere Bevölkerung heutzutage macht. Diese Heldentat verdanken wir dem Sozialismus, diese Heldentat verdanken wir der Einheit unseres Volkes, diese Heldentat verdanken wir dem revolutionären Geist unserer Bevölkerung.”

"Können das Imperium und das System, das alles dies verursacht, zur Welt tatsächlich von Menschenrechten sprechen? Menschenrechte innerhalb eines Systems, in dem ein riesiger Teil der Bevölkerung keine Jobs hat, in dem die Frauen prostituiert werden, in dem die Kinder ausgesetzt werden? Die Zahlenangaben über ausgesetzte Kinder in Lateinamerika sind beeindruckend, sie betragen Millionen, viele Millionen. Wie kann dieses System von Achtung und Respekt gegenüber dem Menschen sprechen?
 
Deshalb glauben wir so sehr an den Sozialismus, und haben so viel Vertrauen in den Sozialismus und eine so tiefgründig sozialistische Überzeugung".

„Die Partei ist unser Hauptinstrument schlechthin der Revolution und des Aufbaues des Sozialismus, eine historische und außerordentlich schwere Aufgabe, wenn man es unter jenen Bedingungen aufbauen muss, unter denen es unser Land tun musste“.

 

„Welchen Sinn hätte unser Leben, welche Zukunft hätte unser Volk ohne den Sozialismus und die Revolution. Wir verteidigen die kubanische Nation, wir verteidigen die nationale Unabhängigkeit”.

„Wir haben auf keine der Erwartungen des Sozialismus, auf kein Sozialismus-Ideal, auf kein Prinzip, keinen Wunsch oder Kampfgeist verzichtet und wir haben auch nicht auf die Kultur verzichtet, die den Marxismus und den Leninismus hervorgebracht hat.    Wir schämen uns weder über Marxismus noch über Leninismus zu sprechen. […]”

„[…] wir müssen uns in Erinnerung rufen, dass an einem Tag wie heute, an einem Nachmittag wie diesem der sozialistische Charakter der Revolution ausgerufen wurde. Das war, so könnten wir es ausdrücken, die erste große Artilleriesalve in Beantwortung der Aggression”.

„Danke, dass du gekommen bist uns bei diesem Kampf zu unterstützen, den wir heute zur Rettung jener Ideen führen, für die du solange gekämpft hast, und zur Rettung der Revolution, des Vaterlandes und der Errungenschaften des Sozialismus, was ein verwirklichter Teil deiner großen Träume ist!”

„Kurz gesagt gibt es innerhalb unserer revolutionären und wahrhaft sozialistischen Grundeinstellung durchaus einen Platz für die Idee ausländischer Investitionen sowie für ein Maximum an Möglichkeiten, Garantien und Sicherheit für den, der in unser Land investiert“.