- Er schreibt einen neuen Brief, wo er seine Tätigkeiten eines einzigen Tages im Gefängnis beschreibt. An einer Stelle besagt er: „Es ist 11.00 Uhr abends. Seit heute Nachmittag um sechs lese ich ununterbrochen ein Werk von Lenin, Staat und Revolution, nachdem ich Der 18. Brumaire des Luis Bonaparte und Die Bürgerkriege in Frankreich abgeschlossen hatte, beide von Marx, Arbeiten, die viel miteinander zu tun und einen unschätzbaren Wert haben…“ und weiter vorn im Text schätzt er ein: "meine Reisen auf dem Gebiet der Philosophie waren mir sehr nützlich. Nachdem ich mir gewisse Zeit mit Kant den Kopf zerbrochen hatte, scheint mir Marx selbst leichter als das Vaterunser. Sowohl er als auch Lenin besaßen einen schrecklichen polemischen Geist und ich amüsiere mich hier, ich lache und erfreue mich bei ihrer Lektüre. Sie waren unerbittlich und Furcht erregend in Bezug auf den Feind. Zwei echte Inbegriffe von Revolutionären".
Chronologie
- Er schreibt einen Brief, in dem er über die Einsamkeit im Gefängnis erzählt: „Du hast keine Vorstellung, wie diese Einsamkeit Energien verbraucht. Manchmal bin ich erschöpft. In jenen Augenblicken, in denen einem alles überdrüssig ist, gibt es keine Zuflucht vor der Langeweile. Die Sensibilität wird benommen und die Tage vergehen wie in Lethargie.“ Aber sehr gut widerspiegelt er in ihm ebenfalls seine Persönlichkeit und seinen Lebenssinn: „... ich habe keine persönlichen Ambitionen, alle meine Triebfedern sind moralischer Art, ein Sinn der Ehre, der Würde, der Pflicht...“
- Redacta carta desde la prisión en Isla de Pinos, donde le orienta a Melba Hernández cómo debería coordinar el trabajo con el grupo de revolucionarios que estaban en el país y en el extranjero, cuidar la coordinación con otras organizaciones y no llegar a ningún acuerdo, que no fuera sobre bases firmes y beneficiosas para la patria.
- Er schreibt einen Brief an Melba Hernández, in dem er ihr im Kampf gegen die Batista-Dikatatur auszuführende Schritte anweist: „Die Arbeit unserer Leute hier und im Ausland muss koordiniert werden (…) Die Absicht der Koordination mit anderen Faktoren muss mit äußerster Vorsicht in Betracht gezogen werden, nicht dass diese beabsichtigen, einfach unseren Namen zu verwenden … Keine Art der Unterschätzung zulassen; keinerlei Vereinbarung treffen, es sei denn auf unerschütterlicher Grundlage und klar des möglichen und vorteilhaften Erfolgs für Kuba. Sonst ist es vorzuziehen, allein zu marschieren und dass ihr die Flagge hochhaltet, bis diese großartigen Jungs, die in Haft sind, rauskommen…“
Er setzt eine Botschaft an Melba Hernández auf, in der er vor den Spaltungstätigkeiten und opportunistischen Aktionen der Organización Auténtica (OA), von Carlos Prío, und der Triple A, von Aureliano Sánchez Arango, warnt, denen Mittel in Millionenhöhe und eine große Menge an Waffen zur Verfügung stehen, die sie dazu verwenden, Revolutionäre zu blenden und anzuziehen, die begierig sind, das Regime zu bekämpfen.
In einem Brief an Haydeé Santamaría und Melba Hernández weist er den Druck und die Verteilung seiner Selbstverteidigungsrede während der Gerichtsverhandlung nach den Moncada-Ereignissen an, bekannt als „Die Geschichte wird mich freisprechen“, an deren Rekonstruktion er im Gefängnis strebsam gearbeitet hatte.
- Er schreibt einen neuen Brief an Melba und Haydeé, in dem er vor der Absicht von Prío und seinen Anhängern warnt, die Reihen der Moncada-Anhänger im Ausland zu schwächen: „Die Neigung, mit den Authentischen zu paktieren, ist eine schwerwiegende ideologische Abweichung. Wo wir dies doch früher nicht getan haben, als sie Millionen überschüssig hatten und wir um jeden Cent betteln und viel durchmachen mussten, um Waffen kaufen zu können, da wir sie als unfähig, ohne Moral und ohne Ideologie zur Führung einer Revolution ansahen; Wie können wir dies denn heute tun, und über die Leichen und das Blut derjenigen hinweggehen, die ihr Leben für ihre sauberen Ideen gegeben haben?“
Unter dem Titel „An der Seite der politischen Gefangenen auf Isla de Pinos“ erscheinen in der Zeitschrift Bohemia die Antworten von Fidel an den Berichterstatter Raúl Martín Sánchez veröffentlicht, der ihn im Gefängnis interviewte. Die Arbeit war mit 7 Fotos illustriet, die ihn in seiner Zelle und in der Bibliothek des Gefängnisses zeigten.
Er erhält in seiner Gefängniszelle in Isla de Pinos den überraschenden Besuch des damaligen Innenministers, Ramón O. Hermida, der erscheint, um sich zu entschuldigen, nachdem er ihn öffentlich beleidigt hatte.
Nach dem Besuch entsteht eine Krise im Gabinett von Batista, denn Rafael Díaz-Balart verurteilt Hermida in einem öffentlichen Schreiben. Beide treten zurück und Batista muss einschreiten, um die Angelegenheit beizulegen.
Im Gefängnis noch isoliert von seinen in Haft befindlichen Kameraden schreibt Fidel einen öffentlichen Brief an den Kommentator der Rundfunkkette Cadena Oriental de Radio, Luis Conte Agüero, sich rechtfertigend bezüglich der von jenem Anfang des Monats gemachten Einladung, an einer Bürgerbewegung teilzunehmen. Fidel schrieb: „An erster Stelle muss ich die Menschen der Bewegung 26 de Julio organisieren und alle Kämpfer in ein unzerbrechliches Bündel vereinen, die des Exils, die im Gefängnis und die der Straße, was insgesamt über achtzig junge Leute ausmacht, die in die selbe große Wende von Geschichte und Aufopferung verwickelt sind”.
Das Haus der Familie Castro Ruz in Birán geht in Flammen auf.
- Er schreibt vom Gefängnis aus einen Brief an den Kämpfer Ñico López, der in Mexiko seine Rückkehr nach Kuba plante, zusammen mit Calixto García Martínez, und Fidel von seinen Plänen geschrieben hatte. In seinem Schreiben zeigt Fidel auf: „Ihr müsst das öffentlich tun und vor den Gerichten als Moncada-Kämpfer erscheinen. Hier die Gründe dafür: In diesem Augenblick könnt ihr sehr wenig auf der Straße tun, solange wir in Haft sind. Das, was ich dir vorschlage, ist etwas, was uns angemessen ist und die Öffentlichkeit erschüttern würde. Der Prozess würde wiedereröffnet und wir würden Batista das Land genau vor der Amtsübernahme am 24. Februar in Unruhe versetzen. Das wäre ein großartiger psychologischer Schlag zu einem Zeitpunkt, wo alle ununterbrochen die Amnestie für uns fordern. Die mündliche Verhandlung würde erneut zum Zentrum der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und zu einer wunderbaren Tribüne zur Darlegung unserer Ideen werden…“