„Für mich bedeutet Einheit, den Kampf, die Risiken, die Opfer, die Zielstellungen, die Ideen, die Konzepte und die Strategien, die man mittels Debatte und Analyse erreicht, miteinander zu teilen. Einheit bedeutet gemeinsamer Kampf gegen die Vertreter des Annexionismus, die Landesverräter und die Korrupten, was ein Mitglied einer revolutionären Organisation absolut nicht sein kann. Auf diese Einheit, geschart um die Ideen der Unabhängigkeit und gegen das auf die Völker von Amerika vorrückende Imperium, habe ich mich immer bezogen”.

„Meiner Meinung nach besteht der vorrangige Kampf in Lateinamerika heutzutage darin, den Neoliberalismus zu besiegen, denn wenn wir den Neoliberalismus nicht besiegen, werden wir als Nationen verschwinden, werden wir als unabhängige Staaten verschwinden und werden wir in noch höherem Grade Kolonien sein, als es jemals zuvor die Länder der dritten Welt waren”.

„Neue und unverzichtbare Kräfte sind entstanden. Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika und deren Bindungen mit Lateinamerika und der Mehrheit der karibischen und afrikanischen Länder, die für ihre Entwicklung kämpfen, bilden die Kräfte, die in unserer Epoche zur Zusammenarbeit mit den übrigen Ländern der Welt bereit sind, ohne dabei die Vereinigten Staaten, Europa und Japan auszuschließen”.

„Lateinamerika ist die geographische Region der Welt, wo die Vereinigten Staaten das am meisten ungleiche System auf dem Planeten eingerichtet haben. Sie haben sich in den Genuss der Reichtümer dieser Länder gebracht, sie als Lieferanten billiger Rohstoffe und als Käufer ihrer eigenen Waren benutzt. Diese Länder deponieren ihr Gold und ihre Fonds vorzugsweise in den USA und damit verschwinden diese aus ihren jeweiligen Ländern und werden nun durch die US- amerikanischen Unternehmen in jenem Land oder an irgendeinem Ort der Welt investiert”.

„Die wahre Integration zwischen den lateinamerikanischen und karibischen Ländern ist eine unerlässliche Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung, die Ernährungssicherheit und -souveränität, für die Zufriedenstellung der Bedürfnisse unserer Völker”.

"Obwohl es unsere Bescheidenheit verletzt, ist es eine bittere Pflicht  zu sagen, dass unser mit Blockade belegtes, bedrohtes und verleumdetes Land bewiesen hat, dass die lateinamerikanischen Völker ohne Gewalt und ohne Drogen leben können. Sie können sogar, und so ist es über mehr als ein halbes Jahrhundert gewesen, ohne Beziehungen mit den Vereinigten Staaten leben. Letzteres haben  nicht wir bewiesen, sondern sie."

„Folgen wir dem Beispiel unserer Vorgänger.  Tun wir das, was Bolívar, San Martín, Artigas, O'Higgins, Sucre, Juárez, Morazán und Martí unter gleichen Umstände gemacht hätten, damit Unser Amerika einen würdigen Platz in einer Welt einnimmt, in der wir alle das Recht zu leben haben werden”.

„Seit langer Zeit beherberge ich auch die tiefgründige Überzeugung, dass, wenn die Krise beginnt, die Führer auftauchen. So tauchte Bolívar auf, als die Besetzung Spaniens durch Napoleon und die Einsetzung eines ausländischen Königs die geeigneten Bedingungen für die Unabhängigkeit der spanischen Kolonien in dieser Hemisphäre schufen. So tauchte Martí auf, als die geeignete Stunde für den Ausbruch der Unabhängigkeitsrevolution in Kuba gekommen war.

„Eines Tages, wenn die Revolution in den restlichen lateinamerikanischen Ländern siegt, werden wir uns mit den anderen Völker zusammenschließen und die Gemeinschaft der lateinamerikanischen Völker aufbauen.  Dafür ist die Revolution notwendig, dafür ist der Sozialismus notwendig”.

„Ich glaube an dieses großartige Erwachen unseres Kontinents.   Ich habe ein absolutes Vertrauen in die Zukunft dieses Kontinents.   Ich glaube und kann hier bestätigen, dass ich sicher bin, dass die Zukunft Amerikas eine ganz andere Zukunft im Vergleich zur bisherigen sein wird.    Alles hängt von unserem Vertrauen ab, alles hängt von unseren eigenen Anstrengungen, alles hängt von uns selbst ab. […]”