“Die Völker Amerikas haben sich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts vom spanischen Kolonialismus befreit, aber sie haben sich nicht von der Ausbeutung befreit. Die feudalen Grundbesitzer übernahmen die Autorität der spanischen Herrscher, die Indios blieben in leidvoller Knechtschaft, der lateinamerikanische Mensch blieb auf die eine oder andere Weise ein Sklave, und die minimalen Hoffnungen der Völker erlagen der Macht der Oligarchien und dem Joch des ausländischen Kapitals”.
“Die Völker sind der Meinung, dass allein das Elend, die feudale Ausbeutung, das Analphabetentum, die Hungerlöhne, die Arbeitslosigkeit, die Politik der Unterdrückung der Massen von Arbeitern, Bauern und Studenten, die Diskriminierung von Frauen, Schwarzen, Indios und Mestizen, die Unterdrückung durch die Oligarchien, die Ausplünderung ihres Reichtums durch die Yankee-Monopolunternehmen, die moralische Erstickung ihrer Intellektuellen und Künstler, der Ruin ihrer kleineren Hersteller durch die ausländische Konkurrenz, die wirtschaftliche Unterentwicklung, Orte ohne Straßen, ohne Krankenhäus
“Zwischen beider Geburtstag lagen 83 Jahre. Der erste war bereits eine legendäre Persönlichkeit, als der zweite zur Welt kam. Wenn der eine behauptete, wer versuche, sich Kuba anzueignen, ernte den Staub seiner in Blut getränkten Erde, falls er nicht im Kampf umkommt, so tränkte der andere mit seinem Blut die bolivianische Erde, indem er zu verhindern versuchte, daß sich das Imperium Amerikas bemächtige”.
„In seiner unübertrefflichen Größe war El Libertador (Der Befreier) mit seinem echten revolutionären Genie in der Lage vorauszusagen, dass die Vereinigten Staaten – die sich ursprünglich auf das Gebiet der 13 englischen Kolonien beschränkten – dazu bestimmt zu sein schienen, den amerikanischen Kontinent im Namen der Freiheit mit Not und Elend zu überziehen”.
"(...) den Anbruch einer neuen Stunde in Venezuela sehe, das ein unverrückbarer und untrennbarer Pfeiler der Geschichte und Zukunft Lateinamerikas ist. Man hat das Recht, auf die Erfahrung oder seinen Standpunkt zu vertrauen, nicht weil wir unfehlbar oder etwas dergleichen wären oder weil wir keine Fehler begangen hätten, sondern weil wir die Gelegenheit gehabt haben, lange Zeit in der Akademie von 40 Jahren Revolution zu studieren".
"Der Zufall wollte es, daß Venezuela das Land war, das am meisten für die Unabhängigkeit dieser Hemisphäre gekämpft hat. Es begann hier und sie hatten mit Miranda einen legendären Vorreiter, der sogar eine französische Armee im Krieg befehligte und berühmte Schlachten schlug, die eine Invasion des Territoriums der französischen Revolution verhinderten".
"Die Vereinigten Staaten können sich in Venezuela nur auf Teile von Parteien stützen, die sich aus Angst vor der Revolution und aus plumpem materiellem Begehren zusammengetan haben. In Venezuela werden sie nicht auf einen Putsch zurückgreifen können, wie sie es mit Allende in Chile und anderen Ländern Unseres Amerikas getan haben. Die im Geist und im Vorbild des Befreiers erzogenen bewaffneten Streitkräfte des Bruderlandes, der unter seiner Obhut die Anführer herangebildet hat, die am Anfang des Prozesses standen, sind Förderer und Teil der Revolution".
„Jetzt, wo alles in Gefahr ist, macht uns das nicht zu Kriegführenden. Wir sind entschiedene Verfechter der Einheit der Völker von dem Gebiet, das Martí Unser Amerika genannt hat”.
„Martí war ein tiefgründiger Denker und ein vertikaler Antiimperialist. Niemand kannte zu seiner Zeit mit solcher Genauigkeit wie er die unheilvollen Folgen der Währungsabkommen, welche die Vereinigten Staaten den lateinamerikanischen Ländern aufzuzwingen versuchten, und welche die Vorlage derjenigen des freien Handels waren, welche heute, unter ungleicheren Bedingungen als je, erneut ins Leben gerufen wurden“.
“Ist die Integration Lateinamerikas und der Karibik grundlegend. Nur vereint werden wir die Bedingungen unserer Rolle in dieser Hemisphäre neu verhandeln können. Ich sage das Gleiche in Bezug auf die Notwendigkeit, die Anstrengungen der Länder der Dritten Welt gegenüber dem mächtigen und unersättlichen Club der Reichen zu vereinen.”