Noch vor 22 Monaten war die Situation in den Grundschulen katastrophal: im Durchschnitt 37 Schüler pro Unterrichtsraum; in 340 Klassenzimmern saßen mehr als 40 Schüler, in nicht wenigen waren es 45 oder mehr. In Santiago de Cuba besaßen die Schüler das Doppelte an Kenntnissen im Vergleich zu denen der Hauptstadt. Annähernd 8000 hervorragende und selbstlose Lehrer mit durchschnittlich mehr als 20 Jahren Lehrtätigkeit hielten die Schulen in Funktion, deren Bedingungen in Bezug auf die Klassenzimmer, die Bausubstanz und die Schulmöbel gar nicht schlimmer sein konnten. Es war eine Folge der zehn…
Was sind wir und was werden wir sein, wenn nicht eine einzige Geschichte, eine einzige Idee, ein einziger Willen für alle Zeiten? Ciego de Avila und Morón, gestern Schützengraben, mit dem der Feind den östlichen vom westlichen Landesteil zu trennen versuchte, was sind sie an diesem 26. Juli? Unzerstörbarer Weg, der das Gedankengut, das Heldentum und den Kampfwillen der unauslöschlichen Schutzwehr vereint, mit deren Unabhängigkeit Martí verhindern wollte und verhinderte, daß sich der mächtige und expansionistische Nachbar aus dem Norden in den Antillen ausbreite und mit dieser noch größeren…
Zu Beginn dieses Programms zählte man praktisch nur mit dem Heldentum der Lehrer der Stadt, dem revolutionären Geist unseres Volkes, den vielen schulischen Einrichtungen und dem großartigen menschlichen Kapital, das von der Revolution geschaffen wurde. Die minimalen vorhandenen Ressourcen für so ein Programm mußte man optimieren und beinahe multiplizieren.
Bei Kindern, Lehrern, Eltern, Nachbarn und Bevölkerung generell ist eine echte Kultur des Schutzes und der Erhaltung der Schulen, ihrer Mittel und Ausrüstung zu entwickeln. Nichts ist edler, humaner, motivierender und nützlicher als eine Schule. Keinesfalls dürfen wir erlauben, daß das, was uns heute allen Freude bringt, durch Gleichgültigkeit und Unverantwortlichkeit morgen Anlaß zu Traurigkeit und Enttäuschung gibt. Geben wir Acht auf das Werk! Erweisen wir uns der Heldentaten würdig, deren Realisierungsvermögen wir bewiesen haben!
Die Bildung war auch, seit Beginn selbst der Revolution, eines der wesentlichen Objektive unseres epischen Kampfes für eine wirklich gerechte, freie und humane Gesellschaft, und wird es auch immer sein. Die erlebte Erfahrung und die erreichten Ergebnisse machen es unnötig, dies zu argumentieren. Was mit der Alphabetisierung eines Volkes begann, dessen größte Mehrheit totale oder funktionelle Analphabeten waren, während der weniger als zehn Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen die sechste Klasse erreichten und deren politische Bildung die Grenzen nicht überschritt, die vom stumpfsinnig…
Im neuen Konzept erzieht jeder Integrallehrer nur 15 Jugendliche und geht mit seinen Schülern vom siebenten bis zum neunten Schuljahr mit; er wird der Freund, der Berater und Leiter für jeden von ihnen sein; er wird engen und systematischen Kontakt zu ihren Eltern unterhalten, diese informiert halten und ihre Kooperation erbeten. Die audiovisuellen Medien und die Computerlabors werden die jetzige Lage verbessern, selbst wenn noch einige Zeit der Mangel an Klassenzimmern und Lehrern bestehen bleiben wird, während neue Schuleinrichtungen geschaffen werden und das für die neuen Wege notwendige…
Ich danke sehr für den freundlichen und großmütigen, vor wenigen Tagen erhaltenen Brief des Generaldirektors der UNESCO, des Herrn Koichiro Matsuura, in dem er uns textgemäß informiert: „In der Versammlung, die in Paris vom 1. bis 5. Juli des Jahres 2002 stattfand, beschloß die Jury des Internationalen Alphabetisierungspreises der UNESCO ein Anerkennungszeugnis des Internationalen König-Sejong-Preises an den Alphabetisierungsprozess der Massenmedien, eine Alternative für unterentwickelte Länder, von Kuba zu verleihen.
Heute geht es nun darum, auf der Basis von völlig neuen Ideen und Auffassungen das vollbrachte Werk zu vervollkommnen. Heute bezwecken wir immer mehr ein Bildungswesen, wie es nach unserem Dafürhalten zu sein hat und sein wird mit Gleichheit, umfassender Gerechtigkeit, Selbstachtung und Beachtung der moralischen und gesellschaftlichen Bedürfnisse der Bürger in einem Modell von Gesellschaft, dessen Schaffung sich das kubanische Volk zum Ziel gesetzt hat.
Wegen der besonderen Umstände in jenem Moment und der Bedeutung des Instituts für Grundlagen- und präklinische Wissenschaften Victoria de Girón in Bezug auf die darauffolgende Entwicklung der kubanischen Medizin, scheint es mir angebracht, einige der Ideen, die ich an diesem Tag darlegte, ins Gedächtnis zurückzurufen, und zwar mit den selben Worten, die verwendet worden waren. Wegen ihrer Gültigkeit werde ich einen wichtigen Teil meiner Ansprache dazu verwenden.
Ohne Kultur ist keine Freiheit möglich. Die Wahrheit dieser Denkweise, die sich nicht auf die Kunst als Kultur beschränkt, sondern das Konzept einer integralen allgemeinen Kultur bedeutet, schließt die berufliche Vorbereitung und Elementarkenntnisse einer weiten Palette von Fächern ein, die Bezug zu den Wissenschaften, den Geisteswissenschaften und Humanwissenschaften haben. Das gibt unseren Anstrengungen Auftrieb.
Nach einem Jahr harter Anstrengungen der Vorbereitung und des Trainings sahen wir uns, vollkommen gegen unseren Willen, gezwungen, die Teilnahme unserer Athleten an einer Sportveranstaltung abzusagen, zu der unser Land während mehrerer Jahrzehnte und seit ihrer eigenen Gründung, niemals fehlte, selbst nicht in jenen Zeiten, wo nur einige wenige Athleten unserer Delegation angehörten. Durch Mut und Patriotismus erreichten sie einige Medaillen, als ehrenhafte Vorgänger der Sportmacht, in die unser Vaterland sich heute verwandelt hat, Ergebnis der Gerechtigkeit eines großen revolutionären Werkes…
Ich kann mich an jenes Mal ganz am Anfang der kubanischen Revolution erinnern, als inmitten der stürmischen Tage ein Mann mit Eingeborenengesicht, hartnäckig und unruhig, der schon bei unseren Intellektuellen bekannt war und bewundert wurde, ein Porträt von mir machen wollte.