- Die Zeitung La Calle veröffentlicht die durch Fidel gemachte schlagkräftige Anzeige der Ermordung von Jorge Agostini, ehemaliger Marinebefehlshaber und Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg. Unter dem Titel „Frente al temor y frente al crimen” (Der Angst und dem Verbrechen die Stirn bietend) besagt er: „Wird diese Gräueltat ohne Bestrafung bleiben? Hat etwa eine Gruppe von Menschen das Recht, ihren Mitmenschen das Leben zu nehmen, und dies mit größerer Straflosigkeit als je die schlimmsten Gangster? Heute ist es Jorge Agostini, neuer Märtyr des nationalen Befreiungskampfes. Wer wird der nächste Kämpfer sein, der von Kugeln durchsiebt fallen wird?“
Chronologie
Er nimmt zusammen mit Haydee Santamaría, Melba Hernández, Luis Bonito Milián, Ñico López, Pedro Miret, José Suárez Blanco, Pedro Celestino Aguilera, Armando Hart und Faustino Pérez an der Bildung der nationalen Leitung der Revolutionären Bewegung 26. Juli in einem Haus an der Adresse calle Factoría no. 62, entre Apodaca y Corrales, Habana Vieja teil. Dort wird angesichts der Umstände des Landes beschlossen, dass Fidel mit einem Teil der Leitung der Bewegung nach Mexiko abreist, um ein Kontingent vorzubereiten, mit dem der bewaffnete Kampf gegen die Diktatur begonnen werden kann.
Um 20:00 Uhr besucht er erneut die Studios von Unión Radio, in Begleitung von Luis Orlando Rodríguez und Pedro Iglesias Betancourt, nachdem eine Woche seit dem Sendeverbot für das Programm „La Hora Ortodoxa“ (Stunde der Orthodoxen) vergangen war. Erneut wird er daran gehindert zu sprechen, nach einer weiteren Anweisung des Ministeriums für Fernmeldewesen, die die Fortsetzung des Programms nur genehmigte, wenn er nicht teilnahm.
- Er prangert in La Calle die Willkürmaßnahmen an, denen er unterzogen wird, da ihm die Teilnahme an jeglichem Rundfunk- bzw. Fernsehprogramm verweigert wird, wobei er erneut einen ironischen Ttel verwendet: „Lo que iba a decir y me prohibieron por segunda vez“ (Was ich sagen wollte und mir zum zweiten Mal verboten wurde). Das sollte der letzte Artikel sein, den er in La Calle schreiben würde.
Polizeikräfte des Regimes unter Befehl des Polizeichefs Brigadier Salas Cañizares überfallen das Lokal der Zeitung von La Calle, besetzen es, beschlagnahmen die Auflage des Zeitung und nehmen den stellvertretenden Direktor und 2 Angestellte mit. Die Zeitung La Calle wird definitiv geschlossen. In den Linotypen verblieb der letzte, von Fidel für die Zeitung geschriebene Artikel „Aquí ya no se puede vivir“ (Hier kann man nicht weiter leben), der nicht fertig gedruckt worden war.
Er erscheint vor dem Schnellgericht in Strafsachen, um ein Schreiben zu übergeben, in dem er die Absicht von Regierungsmitgliedern anzeigt, seinen Bruder Raúl zu ermorden, als Teil eines Plans von Provokationen gegen seine Person, der sofort ab dem Augenblick seiner Freilassung begonnen wurde, und dessen Endziel darin besteht, ihm das Leben zu nehmen. Als intellektuelle Autoren des besagten Plans zeigt er die Obersts Alberto del Río Chaviano und Conrado Carratalá auf, unter Mitwirkung von zu Diensten des Regimes stehenden Gangstern und Banditen.
Er trifft sich mit María Antonia Figueroa, Grundschullehrerin aus Santiago, und ihrer Mutter Cayita Araújo in der Wohnung von Melba Hernández, um verschiedene Angelegenheiten über die Organisation der Bewegung in der Ostprovinz zu analysieren und die unmittelbar durchzuführenden Aufgaben, um den Aufstand in die Tat umzusetzen. An der Zusammenkunft nehmen ebenfalls Melba Hernández, Haydeé Santamaría, Jesús Montané, Pedro Miret, Faustino Pérez und Armando Hart teil.
Am Nachmittag jenes Tages besucht er die Redaktion der Zeitschrift Bohemia in Begleitung von Ñico López und Pedro Miret, mit einer Abschrift des Artikels „Aquí ya no se puede vivir“ (Hier kann man nicht weiter leben), in der Absicht, diesen mittels dieser Publikation bekannt zu geben. Aber aus Angst vor Repressalien verweigert Miguel Ángel Quevedo, Direktor von Bohemia, ihm die Veröffentlichung.
Er verabschiedet am Flughafen von Rancho Boyeros seinen Bruder Raúl Castro, der nach Mexiko reist.
- Acude a la revista Bohemia para encontrarse con el periodista Rodolfo Rodríguez Zaldívar, quien trabajaba en una encuesta acerca del probable regreso de Prío. Le responde algunas preguntas y le deja las declaraciones de despedida que recién redactara, las cuales serían publicadas en el siguiente número de la revista.
- Er erscheint in der Redaktion der Zeitschrift Bohemia, um sich mit dem Journalisten Rodolfo Rodríguez Zaldívar zu treffen, der an einer Umfrage über die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr von Prío arbeitete. Er beantwortet ihm einige Fragen und überlässt ihm die gerade erst aufgesetzte Abschiedserklärung, die in der darauf folgenden Nummer der Zeitschrift veröffentlicht werden sollte.
- Er besucht die Wohnung von Carmen Castro Porta, an der Adresse Paseo und 25, um den Mujeres Martianas (Martíanhänger-Frauenbewegung) seine Abschiedserklärung vorzulesen; am Nachmittag trifft er sich in einer Cafetería in L und 21 mit José Antonio Echeverría und Fructuoso Rodríguez, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Studentenbunds FEU, um ihnen seine Entscheidung mitzuteilen, nach Mexiko zu gehen und die Bemühungen im Kampf gegen die Tyrannei zu koordinieren.
Jesús Montané zusammen mit anderen Genossen verteilt die vorher von Fidel aufgesetzten Abschiedserklärungen an unterschiedliche Presseorgane.
Er reist nach Mexiko mit der Zielstellung, eine bewaffnete Bewegung zu organisieren, um den Befreiungskampf in Kuba zu beginnen. Zur Verabschiedung erscheinen seine Schwestern Lidia und Emma, sein Sohn Fidelito, die martianische Juristin Concepción Cheda und die Kampfgefährten Gustavo Ameijeiras, Angel Plá und María Laborde.
Er kommt in der Stadt Veracruz, in México, an und besucht die wichtigsten Stätten der Stadt. Er trifft einen Freund aus Santiago, den kubanischen Bildhauer José María Fidalgo und seine Ehefrau, die wenige Straßenzüge von der Uferstraße von Veracruz entfernt wohnen. Er übernachtet im Hotel Prendes.
Er kommt per Bus von Veracruz in Mexiko City an. Sein Bruder Raúl, María Antonia González, Fernando Margolles und die Mexikanerin Alicia Zaragoza erwarten ihn. Ab jenem Abend wurde er in einem kleinen Zimmer der Straße Ramón Guzmán Nr. 6 untergebracht, das sein Bruder innehatte, der ab da in der Wohnung von María Antonia leben wird.