• Die mexikanischen Medien informieren darüber, dass der Bundesrichter Clotario Margalli Fidel Castro und seine Genossen am Tag zuvor eine vorläufige Verfahrensaussetzung aufgrund eines eingelegten Schutzantrags gewährt hatte, weshalb die Isolationshaft aufgehoben wird und sie den Justizbehörden ausgeliefert werden.

  • Die mexikanische Zeitung Excelsior veröffentlicht einen an diesem Tag in Mexiko-Stadt von zahlreichen Vertretern von Studenten– und Jugendorganisationen sowie Berufsgenossenschaften unterzeichneten Brief, in dem sie vom mexikanischen Präsidenten Adolfo Ruiz Cortines die unverzügliche Freilassung von den inhaftierten revolutionären Kubanern fordern.

  • Fidel bleibt getrennt von den übrigen Genossen im Amt für Migration in Miguel-Schultz in Mexiko. Es ist ihm aber erlaubt, in den Hof nachmittags hinauszugehen und sich mit ihnen zu treffen.

  • Der Abschnitt „En Cuba“ der Zeitschrift Bohemia kommentiert die Festnahme von Fidel Castro und seinen Genossen in der mexikanischen Hauptstadt, laut die Erzählung von der Lehrerin María Antonia Figueroa aus Santiago de Cuba einige Tage zuvor.

  • Die mexikanische Zeitung Excelsior berichte in einer Schlagzeile: „DIE AUSLIEFERUNG DER INHAFTIERTEN KUBANER IST SO GUT WIE SICHER“.

  • Der mexikanische Bundesrichter Miguel Lavalle Fuentes steht für die von Fidel angeführte revolutionäre Gruppe ein und beschließt, dass die Inhaftierte zu seiner Verfügung bleibt, um die Auslieferung zu vermeiden. Er ordnet Volkverwaltungsbehörden an, die Inhaftierten innerhalb einer Frist von 24 Stunden freizulassen oder deren Übergabe an die zuständigen Behörden.

  • Die mexikanische Zeitung Excelsior veröffentlicht unter dem Titel „die Kubaner sind keine Kommunisten, sondern Nationalisten“, die ersten öffentlichen von Fidel aus dem Miguel-Schultz-Gefängnis stammenden Erklärungen, in denen er die ihm angehängten kommunistischen Absichten abstreitet und den demokratischen und nationalistischen Charakter der „26 de julio”-Bewegung bekräftigt. Er verurteilt die Pläne der Tyrannei für seine gewaltsame Beseitigung und die Folter, deren drei seiner Genossen zum Opfer gefallen sind.

  • Fidel erhält Besuch von seiner Schwester Lidia Castro und anderen Kubanern im Miguel-Schultz-Gefängnis in Mexiko-Stadt.

  • Das mexikanische Regierungssekretariat weigert sich, dem Gerichtsbeschluss zur Freilassung Fidels und seiner Genossen nachzukommen und informiert Richter Lavalle, der den Beschluss erlassen hatte.

  • Der Rechtsanwalt Ignacio Mendoza Iglesias, Verteidiger der in Mexiko inhaftierten Kubaner, lehnt die Entscheidung des Innenministeriums ab, sie nicht freizulassen, und weist darauf hin, dass die arrogante Haltung der Beamten einen katastrophalen Präzedenzfall und eine Herausforderung für die Justiz darstellt.

  • Die Zeitschrift Bohemia veröffentlicht unter dem Titel „El grupo 26 en la cárcel“, auf Deutsch „Die Gruppierung 26 in Haft“ einen von Luis Dan unterzeichneten Bericht aus Mexiko, der an die feige Verleumdungskampagne erinnert, die gegen die in der mexikanischen Hauptstadt inhaftierten kubanischen Revolutionäre gestartet wurde.

  • Fidel erhält im mexikanischen Gefängnis einen weiteren Besuch von seiner Schwester Lidia sowie anderen Genossen. Am Ende des Besuchs singen die auf dem Gefängnishof versammelten Kämpfer gemeinsam die kubanische Nationalhymne und die des Marches vom 26. Juli.

  • Während seines Aufenthalts im Gefängnis an der Miguel-Schultz-Straße 136 in Mexiko schreibt Fidel den Artikel „¡Basta ya de mentiras!“, auf Deutsch „Genug mit den Lügen!“ zu Ende und reagiert damit auf den böswilligen Bericht von Luis Dan, der in der Zeitschrift Bohemia veröffentlicht wurde.

  • Er bleibt zusammen mit Ernesto Guevara de la Serna, Calixto García Martínez und Santiago Liberato Hirzel an der Miguel-Schultz-Straße 136, Amt für Migration inhaftiert, weil er behauptet hat, seine Migrationsdokumente seien abgelaufen. Zwanzig Revolutionäre werden freigelassen.

  • Er wird mit den drei anderen Genossen, die in Haft bleiben, in das Amt für Inspektion des mexikanischen Regierungssekretariats hingebracht, um sie erneut zu vernehmen.

  • Kubanische Presse haben einen von einer Gruppe von Studenten wie René Anillo, Marcelo Fernández und Germán Amado Blanco unterzeichneten Brief veröffentlicht, in dem sie den mexikanischen Präsidenten Adolfo Ruíz Cortines bitten, die notwendigen Maßnahmen für die sofortige Freilassung von Fidel Castro und seinen noch im Gefängnis an der Miguel-Schultz-Straße inhaftierten Genossen anzuordnen.