Es scheint wie irreal zu sein, daß wir uns 50 Jahre nach jenen Ereignissen, deren wir heute gedenken und die am 26. Juli 1953 geschahen, hier an demselben Ort befinden. Ich war damals 26 Jahre alt. Bis zum heutigen Tag sind in meinem Leben 50 weitere Kampfjahre vergangen.
Reden
Vor noch 30 Jahren war sich die Menschheit nicht im Mindesten der großen Tragödie bewusst. Damals meinte man, die einzige Ausrottungsgefahr läge in der kolossalen Menge von in Minutenschnelle einsatzbereiten Nuklearwaffen. Zwar hat es absolut kein Aufhören der Bedrohungen dieser Art gegeben, doch noch eine weitere, eine bestürzende und schreckenerregende Gefahr lauert der Menschheit auf. Ich zögere nicht, diesen starken und augenscheinlich dramatischen Ausdruck zu benutzen. Das eigentliche Drama liegt in der Unkenntnis über diese Gefahren, die seit so langer Zeit präsent sind.
Der Name Kubas wird wegen dem in die Geschichte eingehen, was es auf dem Gebiet der Bildung, der Kultur und des Gesundheitswesens für die Menschheit getan hat und tut, und zwar im schwierigsten Zeitraum, den unsere Art kennengelernt hat. Trotzdem unser Land durch die einzige Supermacht blockiert wird und beinahe blockiert durch Europa, können beide zusammen die Kubanische Revolution nicht besiegen, unter anderem, weil beide zusammen weder das Menschenkapital, noch die moralischen Werte besitzen noch jemals besitzen werden, um zu tun, was das sozialistische Kuba zu tun in der Lage war.
Das ist das Land, welches dieses monströse Imperium zerstören will, von der Weltkarte verschwinden lassen will, denn dieses Land, dieses Volk, ihr habt euch in ein Beispiel für die anderen Länder von Lateinamerika verwandelt, die jedes Mal bei größerer Armut leben, mit mehr Problemen und weniger Mitteln für Bildung und Gesundheitswesen. Und sie, jene, die weder wollen, dass das Leben aller Bruderländer von Lateinamerika und der Karibik sich verändert, noch dass die Regierungen dieser Länder nein zu jeglicher Forderung des Imperiums sagen können, wollen nicht, dass es Kuba als Leuchtturm, als…
Nie waren unsere Ziele auf das Erlangen von Ruhm, Ehren oder persönlicher oder kollektiver Anerkennung gerichtet. Die wir heute den legitimen Anspruch haben, uns kubanische Revolutionäre zu nennen, waren jedoch dazu gezwungen, eine Seite im Buch der Geschichte zu schreiben, wie es sie vorher noch nie gegeben hatte.
Mit mehr politischer Kraft und Erfolgen denn je setzt die Revolution ihren siegreichen Weg fort. Dafür gibt es neue Beweise: Die Genfer Tagungen vom 15. und 22. April werden in die Geschichte der revolutionären Diplomatie eingehen. Sie markieren den Augenblick, an dem die große Heuchelei, das permanente Lügen und der Zynismus, womit die Herren der Welt ihr faules System von politischer und wirtschaftlicher Beherrschung der Menschheit zu halten trachten, einen kräftigen Schlag hinnehmen mussten.
Da Sie nun entschieden haben, unsere Würfel seien gefallen, möchte ich mich von Ihnen verabschieden mit den Worten der römischen Gladiatoren, die zum Kampf die Arena betraten: Heil dir, Cäsar; die Todgeweihten grüßen dich.
Ich bedauere nur, dass ich dabei nicht einmal Ihr Gesicht sehen kann, denn in diesem Falle werden Sie Tausende Kilometer entfernt sein, und ich werde an vorderster Front stehen, um bei der Verteidigung meiner Heimat kämpfend zu fallen.
Ich bitte, mein Nichterscheinen auf dem sogenannten III. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas, der Karibik und der Europäischen Union zu entschuldigen. Mehrere Tage wog ich das Zweckmäßige oder Unzweckmäßige einer Teilnahme ab. Schließlich beschloss ich fernzubleiben, und zwar aus mehreren Gründen. Folgende sind die wesentlichen:
Liebe Mitbürger
Zwei erneute Niederträchtigkeiten der Regierung der Vereinigten Staaten — die Einbeziehung Kubas in eine ihrer Listen, die sie sich als Herren der Welt aufspielen, eingefügt in einen am 14. Juni veröffentlichten Bericht des State Department, wo unser Land der Beteiligung am Menschenhandel angeklagt und die schändliche Verleumdung hinzugefügt wird, wir förderten der sexuelle tourismus sowie die am 16. Juni erfolgte Bekanntgabe grausamer zusätzlicher Blockademaßnahmen zum Abwürgen der Wirtschaft, die der Lebensunterhalt unseres Volkes ist — zwingen mich zu einer zweiten…
Viele auf der Welt wissen sehr wenig über die kubanische Revolution und können Opfer der Lügen und des Betrugs werden, welche die Regierung der Vereinigten Staaten über die ihr zur Verfügung stehenden riesigen Massenmedien verbreitet.
Aber auch viele, besonders in den armen Ländern, wissen, was die Kubanische Revolution ist, kennen die Gewissenhaftigkeit, mit der sie sich vom ersten Augenblick an der Bildung und dem Gesundheitswesen für die Kinder und die gesamte Bevölkerung gewidmet hat. Sie kennen ihren solidarischen Geist, der sie dazu geführt hat, uneigennützig mit Dutzenden von…
Genau vier Jahre, fünf Monate und drei Tage ist es her, da wir am 17. Mai 2000 in einer Beratung der Arbeitsgruppe Batalla de ideas (Ideenschlacht) das Projekt der beruflichen Vorbereitung von Kunstausbildern bestätigten. Die sofortige Aufgabe war es nun, schleunigst landesweit 15 Schulen mit nicht genutzten Kapazitäten ausfindig zu machen und hier die erforderliche materielle Basis zu schaffen, um noch im September jenes Jahres mit nicht weniger als 4000 Studierenden den ersten Ausbildungsgang zu starten und dann nach zehn Jahren über etwa 30 000 Kunstausbilder zu verfügen.
Ein Teil der Konzepte, die ich heute erleutern werde, sind schon erklärt und veröffentlicht worden; einige sind im Laufe des Kampfes entwickelt worden; andere betreffen schon erreichte Ziele; noch andere sind Überlegungen.