Reden
Heute vor genau dreißig Jahren beschlossen vier kleine englischsprachige Karibikstaaten, die eben erst ihre lang ersehnte Unabhängigkeit erzielt hatten, diplomatische Beziehungen zu Kuba aufzunehmen.
Schon vorher hatten sie seit dem Sieg der kubanischen Revolution ihre Sympathie und Achtung unserem Prozeß gegenüber zum Ausdruck gebracht. Zu einem so frühen Zeitpunkt wie dem Januar 1959 hatte die Regierung der damals noch englischen Kolonie Guyana unter Dr. Cheddi Jagan, Führer der Fortschrittspartei des Volkes, ihre Solidarität mit der Kubanischen Revolution erklärt.
Au seuil même du…
Mit großem Optimismus und Sicherheit in die glänzende wirtschaftliche Zukunft des Landes weihen wir heute dieses Hotel und dieses Entwicklungsgebiet für einen Tourismus des Friedens, der Gesundheit und Sicherheit ein, damit ihn Kinder und Familien, Jugendliche, Erwachsene und Personen des Seniorenalters genießen können; für einen Tourismus der gesunden Zerstreuung, der Kultur und der Erholung; für einen Tourismus ohne Kasinos und Glücksspiele; für einen Tourismus ohne Arbeitslose und Bettler; für einen Tourismus ohne Rauschgifte und Verbrechen, in dem Land, das mit gigantischen Schritten…
In seinem Aufsatz „Das Politische Gefängnis in Kuba" – Martí war kaum 18 Jahre alt, als er ihn verfaßte, nachdem er mit 16 Jahren, an Fußeisen gekettet, eine grausame Haft erdulden mußte – behauptet José Martí: „Es gibt einen Gott, doch im Sinne des Guten, der über die Geburt eines jeden Wesens wacht und in der Seele, die sich ihm einverleibt, eine unverfälschte Träne hinterläßt. Das Gute ist Gott. Die Träne ist die Quelle des ewigen Leides."
Als Revolutionär und Kämpfer, der ich wahrlich glaube, daß eine bessere Welt möglich ist, muß ich mit fester Entschlossenheit und ohne jegliches Zögern meine Meinung zum Ausdruck bringen, wonach die Privatisierung der Güter und natürlichen Ressourcen eines Landes als Gegenleistung zur ausländischen Investition ein großes Verbrechen darstellt, gleich einer billigen fast kostenfreien Auslieferung der Mittel, die die Völker der Dritten Welt zum Leben brauchen. Das führt zu einer neuen bequemeren und egoistischeren Form der Neukolonisation, in der die öffentlichen und andere wesentliche Ausgaben…
Wir leben in schwierigen Zeiten. In den letzten Monaten haben wir mehr als einmal schaurige Worte und Konzepte zu hören bekommen. Der Präsident der Vereinigten Staaten erklärte bei einer Ansprache vor den Kadetten von West Point am 1. Juni 2002: „Unsere Sicherheit wird die Umgestaltung des Militärs erfordern, daß Sie anführen werden- ein Militär, daß jeder Zeit bereit sein muß, in jeder dunklen Ecke der Welt umgehend anzugreifen."
Ich danke den Teilnehmern an dieser Versammlung im Namen der Regierung und des Volkes von Kuba für das in uns gesetzte Vertrauen, um uns als Sitz der nächsten Konferenz der Bewegung der Blockfreien Länder zu bestimmen. Es ist eine sehr große Ehre, sehr weit über unserem bescheidenen Beitrag zur gemeinsamen Sache, die wir nicht enttäuschen werden.
Wir kommen gerade von einer Reise um die Welt zurück, während der es weder eine Ruhe- noch eine Erholungspause gab. Es war notwendig, es so zu tun. Am 24. und 25. war in Kuala Lumpur, Malaysia, ein wichtiges Gipfeltreffen inmitten der Risiken des beinahe sicheren Krieges in Irak, der Verschlechterung der internationalen Wirtschaftskrise einberufen, die Notwendigkeit, Besuche bei innigen Freunden wie Vietnam und China durchzuführen, die für die Tage vor und nach dem Gipfel vereinbart waren, die Notwendigkeit, eine unvermeidbare Zwischenlandung in Japan zu machen, von wo ich Einladungen…
Unweigerlich werden wir weltweit den ersten Platz im Bereich des Gesundheitswesens einnehmen, dessen edler und menschlicher Nutzen all unseren Mitbürgern in hervorragenden Gesundheitseinrichtungen zugänglich sein wird, wofür ihnen kein einziger Centavo abverlangt wird.
Das ist der Sozialismus, den wir bereit sind, bis zum letzten Blutstropfen vor Bedrohungen einer weltweiten faschistischen Tyranei zu verteidigen!
Alles begann seit der Ankunft von Herrn Cason in Kuba. Der Arrest von mehreren Dutzenden von Söldnern, die ihr Vaterland gegen Privilegien verraten, und gegen das Geld, welches sie von der US-Regierung erhalten, und die Todesstrafe für Kriminelle, die mit einer Pistole und fünf Hieb- und Stichwaffen ein Passagier-Boot in der Bucht von Havanna entführt haben, waren die Folge einer von der Regierung jenes Landes und der Terror-Mafia von Miami angezettelten Provokation. Es ist so offensichtlich, daß es jeder verstehen kann.
Diejenigen, die glaubten, daß der Aufstieg des Imperiums zur einzigen Supermacht, dessen militärische und technologische Macht keinerlei Gegengewicht auf der Welt haben, Angst oder Entmutigung im kubanischen Volk hervorrufen würden, haben keine andere Alternative, als vor dem vervielfachten Mut dieses heldenhaften Volkes zu erstaunen. An einem Tag wie heute, ruhmreiches Datum der Werktätigen, an dem des Todes der fünf Märtyrer von Chicago gedacht wird, erkläre ich im Namen der Million der hier versammelten Kubaner, daß wir den Bedrohungen die Stirn bieten werden, wir werden keinerlei Druck…
Unser heroisches Volk hat während 44 Jahren von einer kleinen Insel der Karibik aus gekämpft, wenige Meilen von der mächtigsten imperialistischen Macht entfernt, die je die Menschheit kennengelernt hat. Damit hat es eine Seite ohne Präzedenzfall in der Geschichte geschrieben. Niemals sah die Welt einen so ungleichen Kampf.
Wir haben geschafften, nicht eröffnet —bald beginnt das zweite Studienjahr— eine Universität für die Informatikwissenschaft mit unter den Besten des ganzen Landes ausgewählten Studenten, wo jährlich 2 000 Studenten immatrikuliert werden. Sie werden natürlich nicht die Einzigen sein, dort werden eher Systemanalytiker statt Programmierer ausgebildet werden.